🔥 Top-Thema der Woche: Foundry Agent Service wird GA – Microsoft macht KI-Agenten produktionsreif

Microsoft hat auf der NVIDIA GTC 2026 den Foundry Agent Service in die General Availability überführt – zusammen mit dem Foundry Control Plane für End-to-End-Observability. Das ist ein strategischer Meilenstein: Unternehmen können jetzt KI-Agenten mit Private Networking (BYO VNet), Enterprise-Evaluations und Multi-Model-Support produktiv betreiben.

Was das konkret bedeutet:

  • End-to-End Private Networking: MCP Server, Azure AI Search und Fabric Data Agents laufen komplett über private Netzwerkpfade – kein Public-Internet-Exposure mehr
  • MCP-Authentifizierung über vier Methoden: Key-based, Entra Agent Identity, Managed Identity und OAuth Identity Passthrough
  • Voice Live API (Preview): Managed Speech-to-Speech-Runtime mit Semantic Voice Activity Detection, Barge-in-Support und Server-Side Noise Suppression
  • Drei-Schichten-Evaluierungsframework: Out-of-the-Box-Evaluatoren (Coherence, Relevance, Groundedness), Custom Evaluators und Continuous Production Monitoring via Azure Monitor
  • Sechs neue Azure-Regionen: East US, North Central US, Sweden Central, Southeast Asia, Japan East und weitere
  • NVIDIA Nemotron-Modelle jetzt im Foundry-Katalog verfügbar

Gleichzeitig wird Microsoft der erste Cloud-Provider, der NVIDIA Vera Rubin NVL72 GPUs in Betrieb nimmt – die Racks kommen in die Liquid-Cooled Azure Fairwater-Rechenzentren in Wisconsin und Atlanta.

Meine Einschätzung: Wer agentic AI in regulierten Umgebungen plant, hat jetzt erstmals eine Enterprise-Grade-Plattform mit echtem Private Networking. Der Foundry Agent Service ist der bisher aggressivste Schritt von Microsoft gegen AWS Bedrock Agents.

🔗 Foundry Agent Service GA Announcement 🔗 Microsoft at NVIDIA GTC


🤖AI

Azure DevOps Remote MCP Server – Public Preview

Der Azure DevOps MCP Server ist jetzt als gehostete Remote-Version mit Streamable HTTP Transport verfügbar. Setup in VS Code und Visual Studio: einfach die Server-URL https://mcp.dev.azure.com/{organization} in die mcp.json eintragen – fertig. Authentifizierung läuft über Microsoft Entra. Support für Claude Desktop, Claude Code und GitHub Copilot CLI folgt, sobald Dynamic OAuth Client Registration mit Entra abgeschlossen ist. Microsoft plant, den bisherigen Open-Source-MCP-Server langfristig zu archivieren.

🔗 Azure DevOps Remote MCP Server

azd ai agent run/invoke – Agenten lokal testen

Neue azd ai agent run und azd ai agent invoke Befehle ermöglichen das lokale Starten und Testen von KI-Agenten direkt aus dem Terminal – ohne Portal-Zugang. Automatische Dependency Detection inklusive.

🔗 azd AI Agent Commands

Neue Modelle im Foundry-Katalog

OpenAI GPT-5.4 mini/nano, Anthropic Claude Sonnet 4.6, NVIDIA Nemotron und weitere Modelle sind jetzt über Microsoft Foundry verfügbar. Phi-4-Reasoning-Vision für multimodale Szenarien wird zunehmend zugänglich.

Foundry IQ – Enterprise Knowledge für Agenten

Die neue IQ Series ermöglicht KI-Agenten den Zugriff auf Enterprise Knowledge und Kontext für verbessertes Reasoning und Entscheidungsfindung.

🔗 Foundry IQ Announcement


Azure Core Updates

UpdateStatusKategorieRelevanz
Foundry Agent Service + Control PlaneGAAI/AgentsHoch
Azure DevOps Remote MCP ServerPreviewDevOps/AIHoch
Savings Plan for Databases (bis 35% Ersparnis)GAFinOpsHoch
Grafana Dashboards for AzureGAMonitoringMittel
Azure Databricks LakebaseGADataHoch
Lakeflow Connect Free TierGADataMittel
Database Hub in FabricGADataMittel
MANA Support für bestehende VM SKUsGANetworkingMittel
PostgreSQL CMK auf Premium SSD v2PreviewDatabaseMittel
Entra ID SFTP Blob AccessPreviewIdentityMittel
AKS Encryption-at-Host Auto-ProvisioningGASecurityMittel
AKS LocalDNS PerformanceGANetworkingNiedrig
Azure SQL Versionless TDEGADatabaseMittel
Dynamic Sessions MCP Endpoint (Container Apps)PreviewAI/ContainersHoch
MSSQL Extension v1.41 (Schema Designer + Copilot)GADeveloper ToolsMittel

Hybrid & Modern Work

FabCon & SQLCon 2026 – Unified Data Platform

Microsoft hat auf der FabCon die Zusammenführung von Databases und Fabric vorgestellt: Runtime 2.0, Planning in Fabric IQ und erweitertes Mirroring für SQL Server, Cosmos DB, Snowflake und weitere Quellen. Die Databricks-Fabric-Federation wird enger integriert.

🔗 FabCon & SQLCon 2026

Agentic AI mit Microsoft Databases

Der neue Database Hub in Fabric ermöglicht unified Database Management. In Kombination mit den neuen Savings Plans und erweiterten Vector-Indexing-Capabilities in Azure SQL und Fabric wird die Datenplattform zum Agent-Backend.

🔗 Agentic AI with Databases

Cosmos DB Plugin for Cursor

Neues Plugin mit AI-powered Database Guidance und Live Connectivity für Cosmos DB direkt im Cursor Code Editor.

🔗 Cosmos DB Cursor Plugin


🔐 Security & Identity

  • Entra Connect SyncJacking-Schutz: Microsoft erzwingt ab März 2026 neue Sicherheitsmechanismen gegen Account-Takeover via Hard-Match-Abuse. Enforcement-Logik prüft jetzt OnPremisesObjectIdentifier und blockiert Remapping-Versuche. Audit Logs wurden entsprechend erweitert.
  • Azure Firewall Premium IDPS: Neue Guidance für Intrusion Detection and Prevention Signature Overrides – wichtig für Teams, die Custom IDPS Rules betreiben.
  • Microsoft Sentinel Data Lake: Teil 2 der Practitioner Series zeigt, wie man explorative Notebooks in zuverlässige Scheduled Spark Jobs für Detection Pipelines konvertiert.
  • Authentication Tokens sind kein Data Contract: Microsoft warnt – Token Claims werden im Sommer weiter verschlüsselt. Applikationen sollen Tokens als opaque behandeln und ausschließlich REST APIs für Datenzugriff nutzen.

🔗 IDPS Signature Overrides 🔗 Sentinel Detection Pipelines


⚠️ Abkündigungen & Retirements

Service/FeatureDeadlineAktion erforderlich
Azure Unmanaged Disks31.03.2026VMs werden gestoppt und deallocated – sofort migrieren!
APIM Trusted Service Connectivity15.03.2026 (bereits aktiv)Private Endpoints konfigurieren
AKS Flatcar Container LinuxAngekündigtAuf Ubuntu oder Azure Linux wechseln
AKS Windows Server 201901.03.2026 (aktiv)Auf WS2022 upgraden
Azure Linux 2.0 Node Images31.03.2026Auf Azure Linux 3.0 migrieren
HC/HBv2/NP VM SeriesAngekündigtWorkloads auf HBv4/NDv5 umziehen
Standard HDDsAngekündigtAuf Standard SSDs wechseln
AVS AC30P/AV52 NodesAngekündigtAuf neuere Node-Typen migrieren
Azure Sphere31.07.2031Langfristige Migration planen
Azure ACS (SharePoint Online)02.04.2026Auf Entra ID App Registrations migrieren

Achtung: Die Deadline für Unmanaged Disks ist der 31. März 2026 – das ist nächste Woche! VMs mit Unmanaged Disks werden automatisch gestoppt und deallocated. Wer noch nicht migriert hat, muss jetzt handeln.


💰 FinOps-Tipp der Woche: Savings Plan for Databases

Microsoft hat einen neuen Savings Plan für Databases angekündigt – ein Spend-basiertes Pricing-Modell mit bis zu 35% Ersparnis gegenüber Pay-as-you-go.

So funktioniert es:

  • Statt Commitment auf einen spezifischen Service, eine Region oder Konfiguration committet man einen festen Stundenbetrag (z.B. 5 USD/Stunde)
  • Der Plan wendet Savings automatisch auf eligible Database Usage an – pro Stunde
  • Usage über dem Commitment läuft weiter zu PAYG-Raten
  • Keine Lock-in auf einzelne Services: Flexibilität bei Architekturwechseln (z.B. von Azure SQL zu Cosmos DB)

Empfehlung: Analysiert eure Database-Spend-Patterns der letzten 90 Tage im Cost Management. Wer konstant über 3 USD/Stunde Database-Workloads fährt, sollte den Savings Plan evaluieren – die Amortisation ist bei 35% Ersparnis in unter 3 Monaten erreicht.

🔗 Savings Plan for Databases


💡 Deep Dive: Azure DevOps Remote MCP Server – Agenten sprechen jetzt nativ mit eurer Pipeline

Der neue Azure DevOps Remote MCP Server (Public Preview) ist mehr als nur ein Convenience-Feature. Er markiert den Übergang von lokalen Developer-Tools zu cloud-gehosteten Agent-Integrationen für DevOps-Workflows.

Was ist das Model Context Protocol (MCP)? MCP ist ein offener Standard, der KI-Agenten eine einheitliche Schnittstelle zu externen Datenquellen und Tools bietet. Statt für jeden Service eine Custom-Integration zu bauen, sprechen Agenten über MCP – ähnlich wie REST APIs die Integration zwischen Services standardisiert haben.

Der Remote MCP Server im Detail:

  • Gehostete Version des bisherigen Open-Source Azure DevOps MCP Servers
  • Streamable HTTP Transport (kein lokales Setup nötig)
  • Entra-basierte Authentifizierung
  • Zugriff auf Work Items, Repositories, Pipelines und Projektdaten
  • Setup: Eine URL in der mcp.json – fertig

Warum ist das relevant?

  1. Kein lokales Tooling mehr nötig: Der Remote Server eliminiert Installation, Updates und Dependency Management
  2. Einheitliche Governance: Entra-Authentifizierung statt lokaler Token-Verwaltung
  3. Agent-Integration: GitHub Copilot in VS Code kann direkt auf Azure DevOps-Daten zugreifen – Work Items abfragen, PRs analysieren, Pipeline-Status prüfen
  4. Skalierung: Eine zentrale Server-Instanz pro Organization statt individueller lokaler Setups

Was kommt als Nächstes? Microsoft plant, den Open-Source-MCP-Server zu archivieren und den Remote Server zur Standard-Lösung zu machen. Support für Claude Desktop, Claude Code und GitHub Copilot CLI folgt mit Dynamic OAuth Client Registration.

Meine Einschätzung: MCP wird das REST API für die Agent-Ära. Wer jetzt die Remote-Integration in seinen DevOps-Workflow einbaut, ist vorbereitet, wenn im Sommer die volle IDE-Palette unterstützt wird. Der Schritt von lokal zu remote zeigt: Microsoft denkt DevOps-Tooling konsequent cloud-native weiter.

🔗 Azure DevOps Remote MCP Server 🔗 Remote MCP Server in Foundry


✅ Eine Maßnahme für diese Woche

Unmanaged Disks – letzte Chance vor dem 31. März!

bash

# Alle VMs mit Unmanaged Disks in eurer Subscription finden
az vm list --query "[?storageProfile.osDisk.managedDisk==null].{Name:name, RG:resourceGroup, Location:location}" -o table
# Prüfen, ob Unmanaged Data Disks vorhanden sind
az vm list --query "[?storageProfile.dataDisks[?managedDisk==null]].{Name:name, RG:resourceGroup}" -o table

Falls noch VMs mit Unmanaged Disks existieren: Sofort einen Migrationsplan aufsetzen. Nach dem 31. März werden diese VMs automatisch gestoppt. Die Migration auf Managed Disks ist in den meisten Fällen eine Downtime von wenigen Minuten pro VM – aber sie muss passieren.

🔗 Migration Guide: Unmanaged to Managed Disks

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